Projekt Sandkasten

20.07.2018   ·   Garten , Heimwerken

Ein Sandkasten musste her und eine längere Recherche im Netz begann. Wir fanden spacige Kästen in Schiff-Form, die laut Bewertung ziemlich schnell wegfaulen, billige Kunststoff-Dinger, die dem Auge weh tun sowie spannende Spielhaus-Kombinationen, die den Rezensionen nach jedoch instabil und schwierig zusammen zu bauen seien. Fündig sind wir letztlich auf der Seite mit der sinnigen Adresse sandkasten.de geworden. Das Angebot dort ist überschaubar und besteht nur aus klassischen, rechteckigen Holzkästen in drei verschiedenen Abmessungen.

Back to the roots.

Die Entscheidung fiel auf das kleinste Model mit 1,5m im Quadrat. Um Regenwürmer, Wurzeln, Regen und Katzen-Hinterlassenschaften vom Spiel auszuschließen landeten noch eine Boden- und eine Abdeckplane im Warenkorb.
Statt die zugesagten drei Wochen mussten wir leider fünf Wochen warten, aber dann hatten wir den guten Zentner Holz vor der Hütte und ich den Bauauftrag. Die Anleitung - ich hatte da in der Zwischenzeit schonmal auf der Website gespickt - ist übersichtlich und verständlich.

Schade ist nur, dass der eigentlich komplette Bausatz keinerlei Vorbohrungen oder auch nur Bohrmarkierungen aufweist. Es ist also nicht mit dem Zusammenschrauben getan, sondern die nötigen Löcher sind zuvor selber abzumessen und beizufügen. Immerhin sind sämtliche Edelstahl-Schrauben im Lieferumfang - hiervon sogar etwa ein Duzend zu viel. Glücklicherweise fand ich nach kurzem Suchen auch den passenden Bit, denn statt auf Kreuzschlitz wird auf das exotischere Torx gesetzt.
Übrigens: Genau 70 der 72 für den Rahmen notwendigen Schrauben hat mein Akkuschrauber versenkt, bevor er an die Steckdose wollte. Dank meiner abenteuerlichen Stützkonstruktionen ist der Aufbau alleine gut zu meistern.

Säckeweise Spielspaß

Und, wisst Ihr, wie viel Sand in so ein Teil kommt? Ich hatte überhaupt kein Gefühl. Laut Händler nimmt man etwa 360 Kilo! Von den 14 in den Kofferraum gestopften Säcken à 25 Kilo haben wir jetzt erstmal nur 12 verwendet, das schien ausreichend. Allerdings verteilen die Kinder beim Spielen täglich so viel Sand um den Kasten herum, dass regelmäßiges Auffüllen notwendig sein (und der Rasen an der Stelle wohl nie etwas) wird...

Der Sandkasten macht einen sehr stabilen Eindruck und dank der massiven 2,5cm dicken Lärchenholzbrettern können auch Erwachsene auf dem Rand sitzen. Mal schauen, wie es mit der Wetterbeständigkeit im Langzeittest aussieht. Da Lärche aber auch für Bootsstege verwendet wird und angeblich keiner Behandlung bedarf, bin ich zuversichtlich, dass wir lange Spaß an dem Teil haben werden.

Wassereinbruch

Etwas enttäuscht sind wir von der mitgelieferten Abdeckplane: Sie passt zwar grundsätzlich zu den Abmessungen des Sandkastens, könnte aber doch etwas größer sein. Dann würde sie weiter nach unten reichen und in Verbindung mit einem besseren Gummizug unter der Sitzbank stabiler halten. Das mitgelieferte Model lässt leider Wind und Regen durch die Ritzen sausen, tendiert nach einem längeren Schauer zur Teichbildung in der Planenmitte und damit letztlich zum Wassereinbruch in den Sand. Das ist doof. Zum Herbst hin müssen wir uns da noch etwas einfallen lassen.

Abgesehen von den paar Details sind aber alle happy mit der Wahl: Die kleinen Racker freuen sich über die neue Spielstätte im Garten und Mama und Papa haben etwas Ruhe auf der Terrasse!

Kommentare

Eva 26.07.2018

Danke für den Tipp, ich schau mich auch gerade um.

David 30.07.2018

Das mit der Plane sieht ja wirklich nach einer Fehlkonstruktion aus…

Hendrik 30.07.2018

Ja, ist es. Ich habe mich schon nach einer Alternative umgesehen und werde berichten.

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